Das Thema «Nein sagen» hat viel mit Achtsamkeit und dem absoluten Willen (beispielsweise den Recoveryprozess priorisieren) zu tun. Viele Jahre habe ich geraucht, zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke konsumiert, mässig interessante TV-Sendungen geschaut ect.

Alkohol war zum Glück kein Thema.

Mein grösster Erfolg: ich wurde vom Kettenraucher zum Nichtraucher. Zucker -vor allem Fruktose- -weitestgehend aus dem Lebensmittelplan zu streichen ist mir noch nicht gelungen, was auch als Veganer möglich wäre. Grundsätzlich wären Fruchtsäfte zu meiden mit der Ausnahme von beispielsweise ab und einem Glas Blaubeerensaft oder Traubensaft. Empfehlenswert wäre es, unverarbeitete Früchte zu essen.

Im Alltagsleben ist man sich nicht immer bewusst, welche Gewohnheiten krank machen oder die Zielerreichung verhindern. Weiterführend beim Erfolg von Veränderungsprozessen ist das Aufschreiben von Gewohnheiten, die abgesetzt werden sollten – zu denen man «Nein» sagen muss. Unter anderem ist mir mit nachstehendem Chart der Rauchstopp geglückt:

Unter dem Menüpunkt Werkzeuge, werden in diesem Blog einige Vorlagen der Veränderungscharts zum Download bereitgestellt. (PowerPoint Dateien)

Achtsamkeit ist eine weitere, wichtige Eigenschaft, die neben der oben erwähnten Niederschrift das „Nein sagen“ unterstützt. Dabei muss es sich nicht zwingend um Achtsamkeitsmeditation handeln. Es wäre aber auf jeden Fall hilfreich, eine halbe Stunde pro Tag Themen wie Rauchen, Ernährung und Sport zu reflektieren.

Wie in anderen Beiträgen bereits erwähnt könnte zusätzlich die Meditationsapp «Headspace» unterstützend sein. Der Sprecher der Übungen verfügt über ein gut verständliches Englisch und um «Nein» zu sagen war in meinem Fall die Meditationsserie „coping with cravins“ sehr nützlich. (Headspace ist weitestgehend auch in deutscher Sprache nutzbar)

Beim «Nein» sagen geht es um Gewohnheiten, die am besten mit einer guten Gewohnheit ersetzt werden sollte. Wiederum gilt es aufzuschreiben, was man im Fall der Fälle besser tun würde. Vor dem Schokodrink kurz drei Minuten mit «Headspace» meditieren, kann helfen auf Süsses zu verzichten. Heiss geliebte Chips könnten mit ungerösteten Nüssen ersetzt werden, die man -wenn nötig- leicht salzen kann.

Eine zum Hauptziel führende Strategie wäre, sich anzugewöhnen, frühmorgens eine Viertelstunde zu joggen oder zu laufen. Ein weiterer Schritt in Richtung langfristiger Steigerung des Energielevels. Eine gute Idee wäre eine Wiederholung am Abend um «auszulüften» resp. die Gedanken zu ordnen. Frische Luft ist ein wertvoller Beitrag zur «Schlafhygiene».

Wer seine Fremdsprachenkenntnisse erweitern möchte, versucht tagsüber verschiedene Tätigkeitsbegriffe in die gewählte Sprache zu übersetzen. Ein weiterführendes Training mit Spasseffekt. In meinem Fall könnte die Effizienz gesteigert werden, indem ich frühmorgens routinemässig Notizen zum nächsten Blogbeitrag machen würde. Mit «Mikrogewohnheiten» gibt es kein «Nein» mehr, weil man sich permanent auf harmonischem Zielweg befindet.

Gemäss Buchautor Napoleon Hill sind Visionen und Ziele ohne ein brennendes Verlangen schwer zu erreichen. Wer sich also die persönlichen Verbesserungsgründe täglich vor Augen führt und so das Leben «danach» Schritt für Schritt kennenlernt, sagt gerne und aus Überzeugung «Nein». Wichtig ist dabei ein realistischer Tagesplan. Sollten die drei wichtigsten Aufgaben noch nicht erledigt sein, dann gilt es dem Unterhaltungsprogramm ein «Nein» zu erteilen – zumindest bis wenigstens das Wichtigste erledigt ist.

Eigentlich gar nicht so kompliziert, eine gute Beziehung zum Ausdruck «Nein» aufzubauen. «Nein» ist in den wenigsten Fällen egoistisch. So profitiert das nähere Umfeld ebenfalls, wenn man seine Ziele erreicht. Man stösst vielerorts auf Verständnis, wenn man nicht zu allem «Ja» sagt. Nicht selten machen sich, insbesondere die kategorischen «Ja -Sager» gar unbeliebt.

«Nein» zu:

• TV Shows

• zu allen Getränken ausser Wasser und Tee

• Süssigkeiten

• Chips, Pommes

• Meetings, die nicht unbedingt eigene Präsenz erfordern

• Youtube, zumindest die reine Unterhaltung

• Partys bis in die Morgenstunden (Gefährdung der Schlafhygiene)

• Dauertelefonieren (kürzer fassen, wichtige Gespräche mit Freunden in Stress-Situationen verschieben)

• ganz auf das Telefon verzichten, resp. telefonfreie Arbeitsblöcke einrichten

• Shopping

• Newsletter

• Unterhaltungsblogs

• auf welche Ausgaben könnte verzichtet werden?

• Gedankenkreisen

• Tolerieren von Standards, die eigene beeinträchtigen

Nein sagen, wenn man nein denkt!


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