Diäten gibt es viele. Sofern die Vorgaben eingehalten werden, stellt sich auch der gewünscht Erfolg ein. Als Ü30er will ich mein Gewicht «im Griff» haben und mit gesunder Ernährung die Gesundheit stärken. Dennoch überlegte ich immer wieder, wie man sich trotz gesunder Ernährung zwischendurch die eine oder andere spezielle Gaumenfreude gönnen könnte.

Der alltägliche Ernährungsplan soll einfach und für rund eine Woche durchdacht sein. Entsprechend lautet der Basic-Plan (ohne Keto- oder Lowcarbphasen) wie folgt:

  • Gemüse in verschiedenen Variationen – oft im Steamer zubereitet. Verschiedene vegane Käsesorten zum Überbacken bringen Abwechslung. Auch Saucen.
  • Humus in diversen Varianten, möglichst immer mit Gemüse und höchstens zu zehn Prozent in Kombination mit Backwaren.
  • Salate mit Kernen, Nüssen, unterschiedlichen Tofu-Sorten und kreativ gewürzt, wenn möglich mit frischen Kräutern. Ab und zu vegan Gebratenes als Fitnessteller.
  • Vegane Proteinshakes
  • Hülsenfrüchte drei Mal pro Woche.
  • In massvollen Portionen ab und zu etwas Reis als Beilage, um den Magen zu schliessen.
  • Massvolles Geniessen von Hafermilch, Müesli und veganen Joghurts ist möglich. Falls allerdings ein unkontrollierter Zugriff auf solche Minigenussmittel aufkommt, werden diese für Wochen oder gar Monate komplett aus dem Plan gestrichen.
  • Früchte sind grundsätzlich erlaubt, Beeren, Granatapfel, Kiwi usw. vor allem zur Hauptmalzeit, wenn der Insulinspiegel sich erhöht.
  • Vitamin B und Omega 3 täglich in Tablettenform, Spirulina kann in allen Formen genossen werden.
  • Falls es mal schnell gehen muss, ist Hülsenfrucht-Pasta erlaubt
  • In seltenen Fällen, wenn sich nach 20 Uhr ein Hungergefühl einstellt und ein Getränk nicht hilft, ist eine Minimalzeit auf Kohlenhydratbasis zu empfehlen. Kohlenhydrate unterstützen die Serotoninproduktion und somit einen guten Schlaf. Proteinhaltige Lebensmittel sind bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen nicht zu empfehlen.

Hätte man mir vor einem halben Jahrzehnt zu solcher Ernährungsform geraten – ich hätte abgelehnt. «Das schmeckt doch nicht – keine Chance so etwas durchzuhalten!» Mittlerweile steht für mich Gesundheit vor dem Genuss. Das Beste ist, dass sich so genanntes Genussgefühl verändern kann und gesunde Ernährung mit der Zeit zum Genuss wird. Die Lust nach «glückshormonisierten» Genussmitteln nimmt stetig ab. Relativ schnell weiss und lernt man diejenigen Nahrungsmittel, welche dem Körper und dem eigenen Spirit guttun, zu schätzen. Immunstärkende Nahrungsmittel fördern nicht ausschliesslich den Energiefluss. Zur Harmonisierung und Neutralisierung soll zwischendurch auf starkes Würzen verzichtet werden. Ausbalancierend und eher den Energielevel verbessernd sind neutrale Lebensmittel. Kurzfristig könnte es durchaus Sinn machen, vorübergehend auf Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Peperoncini zu verzichten. Viele asiatische Ernährungsformen beschäftigen sich mit Veränderungen unseres Energiesystems. Auch in diesen lassen sich viele vegane, basische Optionen finden.

Selbst an den beiden Genusstagen der Woche esse ich vegan. Backwaren, Glacés dürfen mal sein. Ausnahmsweise ein veganer Burger mit Pommes. Die massvolle Balance gelingt nicht zuletzt dann, wenn zusätzlich und regelmässig die eigenen Ziele bearbeitet werden und man sich das tägliche Ernährungsprogramm vor Augen führt. In meinem Fall zeigte die Reflektion mit einer Ernährungsberaterin immer wieder auf, dass nicht zu schnell zu viel in Angriff genommen werden sollte. Einfach umsetzbare Massnahmen und konstant neue Versuche führen zum Ziel. Die heisst nicht, dass es auch Quantensprünge geben kann. Ein wenig träumen und sich überlegen, wie man selbst in kurzer Zeit einen grossen Sprung nach vorne machen könnte, lohnt sich durchaus. Übung fördert die Flexibilität. Man kann schneller anspruchsvollere, gesündere und nicht zuletzt schmackhaftere Menüs zubereiten. Es lohnt sich kreativ zu sein und vieles auszuprobieren. So macht Ernährung und deren Zubereitung Freude.

Man hat natürlich persönliche Favoriten. An so genannten «Genusstagen» gelingt es vielleicht, einmal einen ausgefallenen, wenn auch aufwendigen Blogpost nach zu kochen. Bei Youtube lasse ich mich gerne inspirieren. Ebenfalls lohnt es sich, trotz Qual der Wahl, ein Kochbuch zur Hand zu nehmen. Vielleicht macht man sich auch ab und zu Notizen, führt quasi ein persönliches Kochbuch zur nachhaltigen Inspiration. Insbesondere bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln lohnt es sich immer, auch eigene Ideen zu testen. „Denken ist ja bekanntlich wie googeln – nur krasser»!

 


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