In unregelmässigem Schlaf gründen oftmals viele Krankheiten. Sobald der Schlafrhythmus nach durchzechten Nächten, Reisen ect. gestört bleibt, wäre es ratsam eine Zeitlang darauf zu verzichten. Am besten informiert man Angehörige oder den Freundes- und Bekanntenkreis, weshalb man sich früher zurückziehen möchte oder muss.

Der Wunsch oder Wille, evt. über seine Kraft zwingend Ziele zu realisieren, kann im schlechtesten Fall zu psychischen Krankheiten führen. Eine Unternehmensgründung, Studium, Karriereleiter können eine persönliche Überforderung sein. Man legt Nachtschichten ein, was langfristig zu einer Schlafrhythmusstörung führen kann. Selten führt eine Schlafreduktion zum Ziel, viel mehr kann die Effektivität der Arbeit gar negativ beeinträchtigt werden. Selbst lesen bis weit nach Mitternacht kann zur schädigenden Gewohnheit werden.

Für die meisten Menschen sind sieben bis acht Stunden eine gute «Schlafdosis». In meinem Fall waren während einer Krise und angehender Rehabilitation zehn bis zwölf Stunden normal. Dabei fühlte ich mich nicht besser als nach acht Stunden Schlaf. Viel mehr fühlte ich eine lange Zeit jeden Morgen wie erschlagen. Oftmals schlief ich dann bis nahezu am Mittag.

Regelmässiger Schlaf ist neben Fitness entscheidend für einen guten und produktiven Tag. So bin ich überzeugt, dass tägliches Training geholfen hat, einen gesunden, normalen Schlafrhythmus zu finden. Über Monate und Jahre versuchte ich womöglich um die gleiche Zeit ins Bett zu gehen und zur selben Zeit aufzuwachen. Permanentes Versuchen führt zum Ziel, manchmal genau dann, wenn man schon aufgeben will.

Der Versuch um fünf Uhr morgens aufzustehen und um neun Uhr abends schlafen zu gehen, erwies sich in meinem Fall als ungünstig. Wie von vielen Motivationstrainern propagiert, wollte auch ich im «5 Uhr morgens- Club» mitmachen. Wer über viel Energie und Selbstdisziplin verfügt und wem eine ambitionierte Schlafrhythmus-Gestaltung leichtfällt, dem ist das zu gönnen. Wer jedoch regelmässig verschläft oder sich frühmorgens wie gerädert fühlt, sollte sich ein weniger ambitioniertes Ziel setzen.

Zusammengefasst ist die Schlafhygiene sehr wichtig. Also immer zur selben Zeit ins Bett gehen und zur selben Zeit aufstehen. Auch der Sport sowie die Zimmertemperatur tragen wesentlich zur guten Schlafqualität bei. Gerade bei Depressionen ist der Schlaf meistens gestört. So sollte man sich vornehmen, was möglichst leicht einzuhalten ist.

Wer am Thema Fasten interessiert ist und wie ich von positiven Ketose- oder Wachstumshormoneffekten profitieren möchte, könnte sich auf eine Mahlzeit pro Tag beschränken und zwar vor 18:00 Uhr. Generell sollte man nach 18:00 oder spätestens 20:00 Uhr nichts mehr essen. Hilfreich zur Förderung der Schlafhygiene sind beruhigende Kräutertees, spezielle Schlaftees, Honig (vegan Ahornsirup) und Apfelessig in warmem Wasser ect.

Interessante Schlafanalysen gibt es mit den Apps «Sleep-Watch» und «Auto-Sleep».

Aus eigener Erfahrung kann man sich mit täglicher Fitness bereits nach wenigen Monaten auf mehr erholsame Schlafstunden freuen. Man benötigt weniger Schlaf und ist trotzdem erholt. Weniger als sieben Stunden Schlaf erachte ich als nicht empfehlenswert.

Wie bereits erwähnt, können hohe Zimmertemperaturen einen negativen Einfluss haben. Regelmässiges Lüften vor dem zu Bett gehen war in meinem Fall eine entscheidende Mikrogewohnheit. Auch einfache Routinen wie Zähneputzen, ein Bad nehmen, kurze Dehn- oder Fitnessübungen sind Gold wert.


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