(International Year of Fruits and Vegetables 2021)

Anlässlich der 74. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde 2021 zum Internationalen Jahr des Obstes und Gemüses erklärt. Ziel der Initiative sei es, das Bewusstsein für die ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Vorteile des Obst- und Gemüseverzehrs zu fördern. Ein Startpunkt für die Durchführung wirksamer Aktionen, um die Rolle der Kleinbauern und Familienbauern in der nachhaltigen Landwirtschaft und Produktion zu stärken. Von solchen Aktionen werde erwartet, dass diese sich positiv auf die Eindämmung von Hunger und Armut, die Erhöhung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit, die Verbesserung der Lebensgrundlagen auswirken würden sowie einen Beitrag zur besseren Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen leisten könnten.

Obst und Gemüse sind auch Thema bei Stirnrunzler und in dessen Ernährungsphilosophien als wichtige Bestandteile aufgeführt. Aus der grossen Vielfalt des Obst- und Gemüse-Alphabetes nun der Apfel als Beispiel:

«An apple a day keeps the doctor away“ – „Ein Apfel am Tag – Arzt gespart!»

So richtig bekannt wurde diese englische Redewendung im 20. Jahrhundert, als Forschungsergebnisse die gesundheitsfördernde Wirkung des Apfels zunehmend bestätigten. So würden Äpfel nicht nur Vitamine und Spurenelemente enthalten, viel mehr Bakterien vernichten, Hirnzellen schützen oder gar das Krebsrisiko mindern. Tatsächlich steckt gemäss vielen Studien viel Nährwert in der Frucht mit dem gegensätzlichen lateinischen Namen „Malus“ (Unheil).

Mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, vor allem Kalium und Eisen sowie wichtige Vitamine wie: Provitamin A, die Vitamine B1, B2, B6, E und C wie auch Niacin und Folsäure seien demnach im Apfel enthalten. Ein wichtiger Inhaltsstoff sei zudem Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt, Schadstoffe bindet und wieder ausschwemme.

Ein Grossteil der Vitamine sei in der Apfelschale oder direkt darunter enthalten. Äpfel schälen ist deshalb weniger empfehlenswert. Die Schale sei zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und bioaktiven Substanzen. Wertvoll auch das Kerngehäuse, weil es Jod enthalte.

Der Apfel als Hausmittel:

bei Durchfall: ein roher, mit der Schale geriebener Apfel

allgemeines Wohlbefinden: (1 Liter abgekochtes Wasser und 1 Teelöffel Apfelessig tagsüber schluckweise trinken)

Apfeltee bei Nervosität: ein ungeschälter Apfel in Scheiben schneide, mit einem Liter kochendem Wasser übergiessen und zwei Stunden ziehen lassen

«Zu hegen und zu pflegen sei bereit – das Wachsen überlass der Zeit»

Der Apfel gelte als stark gespritztes Obst. Dies infolge Befalls von Pilzkrankheiten wie Schorf, Mehltau oder auch Parasiten. Für einen gesicherten Ertrag blieben den Obstproduzenten oft nur chemische Schutzmittel. Gut waschen hilft und um nicht sprichwörtlich «in den sauren Apfel zu beissen» sind saisonales Bioobst und Biogemüse zu empfehlen. Nützlinge oder Lockstoffe ersetzen grossmehrheitlich die Bekämpfung von schädlichen Insekten durch Insektizide.

Zu den kalorienärmsten Obstsorten gehören diverse Beerensorten, Melonen, und Orangen.

Obst-Saisonkalender und Wissenswertes findet man beim Schweizer Obstverband: https://www.swissfruit.ch/de/obstverband

«Zuoberst im Gemüse ABC steht die Aubergine»

Die in Asien bereits vor 4000 Jahren angebaute Aubergine wird von Autoren des griechischen und römischen Altertums nicht erwähnt. In Andalusien scheint sie in Europa erstmals kultiviert worden zu sein. Seitdem 15. Jahrhundert kocht man in Italien mit Auberginen.

In unseren Breitengraden werden Auberginen oft aus wärmeren Regionen wie Italien oder Spanien importiert und werden meist unreif geerntet. So sollte man bei frischen Auberginen auf deren Beschaffenheit achten. Frische Auberginen erkennt man an einer glänzenden, glatten Oberfläche. Wenn man leicht auf die Schale drückt, gibt diese leicht nach. Meiden sollte man unreife Früchte -insbesondere der rohe Verzehr- da diese den Bitterstoff Solanin enthalten und Magenbeschwerden verursachen könnten.

Neben den feinen Zubereitungsmöglichkeiten habe die Aubergine auch eine heilende Wirkung. So soll sich das Fruchtwasser positiv auf Nieren und Leberfunktion auswirken. Auch wirke dieses Gemüse verdauungsfördernd und enthalte Antioxidantien.

Auberginen bestehen grösstenteils aus Wasser und sind daher mit 17 Kalorien pro 100 Gramm kalorienarm. Nach der Zubereitung könnte das jedoch anders aussehen, weil das Gemüse viel Fett aufnehmen kann. Zusammen mit Tomaten, Zucchini Olivenöl, italienischen Kräutern Mozzarella oder veganem Käse und dazu etwas Pasta lassen sich allerdings wunderbare Menüs zubereiten.

Gemüse biologisch angebaut, richtig zubereitet und abwechslungsreich aufgetischt als Garant für ein gesundes Leben.

Eiweiß und Fett sind in den meisten Gemüsearten wenig vorhanden, mit Ausnahme einiger Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Samen der Speiselupine) sowie Samen von Gewürzen (Knoblauch und Senf).

Zwei bis fünf Prozent Kohlenhydrate sind in den meisten Gemüsesorten in Form von Stärke enthalten.

Vitamin C ist das bekannteste Vitamin und Paprika, alle Kohlsorten, Spinat und Kartoffeln, Hagebutten enthalten viel davon.

Pro Vitamin A findet sich in einigen Gemüsen und Salaten wie Kopfsalat, Spinat, Feldsalat, Grünkohl, Tomaten und Rüebli.

Vitamin E ist in wenigen Gemüsearten enthalten. Beispielsweise in Spargel, Knollensellerie Lauch, Pastinake oder Kürbis.

Vitamin K findet sich in allen Kohlsorten und Spinat.

Vitamine der B Gruppe sind vor allem in Bohnen enthalten, Vitamin B6 ist reichlich vorhanden in Paprikaschoten, Rotkohl, Rosenkohl, Erbsen und Brokkoli.

Das bekannte Mangelvitamin Folsäure findet man in vielen Blattsalaten, Kohlsorten, Randen, Spinat und grünen Bohnen.

Gemüse ist wichtig für die Versorgung von Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium. Kalium reguliert den Pflanzenwasserhaushalt. Deshalb enthalten alle Pflanzen Kalium. Magnesium ist Bestandteil des Blattfarbstoffs Chlorophyll und in grösserer Menge in grünen Pflanzen und Blättern allgemein vorhanden. Demnach auch in Bohnen und anderen Hülsenfrüchten, Kohlsorten und Spinat. Die meisten Salatsorten enthalten ebenfalls Magnesium. Calcium findet man in Kohlsorten und einigen Wurzelgemüsen wie Knollensellerie und Lauch.

Spurenelemente wie Eisen findet sich im Spinat, Artischocken und Rosenkohl, Jod im Feldsalat, Fluor in Radieschen, Spargel und Spinat aber auch in Kartoffeln. Mangan in Kopfsalat, Grünkohl, Schwarzwurzeln, Erbsen und Randen. Kupfer in Schwarzwurzeln und Erbsen.

Gemüse-Saisonkalender und Wissenswertes findet man: beim Verband Schweizer Gemüseproduzenten, Bern https://www.gemuese.ch/Gemuse

Vorsatz für 2020 also: reichlich Obst und Gemüse aus nachhaltigem Anbau auf den Speiseplan!

 


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