Christine Mumenthaler realisierte vor zwei Jahren einen Traum und konzipierte zusammen mit Fachleuten die ersten zwei «Fiechtehüsli» Anna und Bertha. Baumaterialbasis natürlich Fichtenholz. Die gute Besetzung motivierte ein Jahr später zum Bau von zwei weiteren Minihäusern Clara und Dora.

Idee und Trend der Tiny-Houses gründen in der USA, sind aber längst auch in Europa angekommen. Bauvorschriften, Genehmigungspflichten und Verkehrsverordnungen sind in der Schweiz und allgemein in Europa komplizierter. «Diese Hürden waren jedoch zu überwinden», freut sich die Besitzerin. Wenn viele von der Idee, in einem parkplatzgrossen Haus eine Auszeit zu machen, fasziniert sind, können sich das andere eher weniger vorstellen.

Stirnrunzler hat die «Fiechtehüsli» besucht.

Ab Ankunft Entspannung pur

Der herzliche Empfang der Gastgeberin war trotz gleichzeitiger Neubesetzung aller vier Häuser ein Aufsteller. Die liebevoll angelegte Gartenanlage wirkt einladend und die gut eingerichtete Veranda lädt zum Verweilen ein. Christine Mumenthaler hat die begrenzten Räumlichkeiten rundum effizient genutzt. Es herrscht eine angenehme, wohnliche Atmosphäre im minimalistischen Look. Küche und Essplatz werden nicht nur ästhetischen Ansprüchen gerecht, sondern überzeugen auch in der Funktionalität. Sämtliche Flächen sind optimal ausgenutzt und mit viel Flair zum Detail liebevoll ausgeschmückt. Von Tee über Gewürze bis hin zur bestückten Kaffeemaschine ist schlicht alles, was es kurzfristig zum Leben braucht, vorhanden. Selbst der schnelle Internetanschluss fehlt nicht.

Eine Holztreppe führt in den Schlafbereich, der nieder aber dank Fenster lichtdurchflutet ist und die guten Matratzen sorgen für entsprechende Schlafqualität. Klein aber fein präsentieren sich Dusche und Toilette sowie Lavabo mit Spiegelschrank.

Es lässt sich gut leben, entspannen, schreiben auf kleinstem Raum. Die Freizeit- und Sportaktivitäten sind in und um Huttwil vielfältig und attraktiv.

Keine Rede also von Platzangst, wenig Stauraum und zu wenig Komfort – die nachfolgende Bildergalerie zeigt, wie es sich in einem «Fiechthüsli» leben lässt:

 

Huttwil ist in rund 16 km ab Langenthal, rund 16 km von Sumiswald und rund 25 km von Sursee über die Kantonsstrassen erreichbar. Huttwil liegt fernab von Autobahnen, was die Standortattraktivität des Ortes beeinträchtigt. Die nächsten Autobahnauffahrten sind mit Sursee (25 km), Dagmersellen (20 km), Niederbipp (25 km) und Kirchberg (25 km) relativ weit entfernt. Die grossen Deutschschweizer Städte Bern, Luzern, Zürich und Basel liegen alle ungefähr gleich weit entfernt; die Fahrzeit nach Luzern und Bern beträgt rund 45 Minuten, nach Basel und Zürich rund 60 Minuten.

 


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