Nicht alle Menschen reagieren gleich. Dennoch ist mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, dass viele bei Hitzeperioden wie derzeit schlechter schlafen und das Wohlbefinden tags darauf eingeschränkt sein kann. Dem sollte man Rechnung tragen und versuchen, «Mammutprogramme» an solchen Tagen nicht auf Biegen und Brechen durchzuziehen. Es ist kein Zufall und hat noch weniger mit Faulheit zu tun, dass in südlichen Regionen über und nach dem Mittag «Siesta» angesagt ist. Läden tagsüber höchstens bis 12 Uhr geöffnet sind und bis 16 oder gar 18 Uhr geschlossen bleiben. Man erledigt gegen Abend bis teilweise spät in die Nacht sowie frühmorgens die Arbeit.

Wenn die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad sinkt, in so genannten «Tropennächten», sei gemäss Schlafexperten guter, tiefer Schlaf quasi ein Wunschtraum. So habe man innerhalb von Studien festgestellt, dass Menschen oftmals schlechter einschlafen können und auch die Wachphasen bei Nacht länger seien. Ebenso sei der so genannte «REM-Schlaf», indem Menschen oftmals intensiver träumen und die Augenbewegungen schneller seien, etwas vermindert. Zudem schlage das Herz schneller.

Kein Wunder, wenn man sich nach einer «Tropennacht» am Morgen wie nach durchzechter Nacht fühlt. Um schlechter Laune zu trotzen, sollten sofern möglich das Tempo im Tagesablauf etwas angepasst und Dringlichkeiten geprüft werden. So dauern Hitzewellen in diesen Breitengraden nicht monatelang. Es ist aber ganz normal, dass man schlecht ausgeruht die volle und gewohnte Leistungsfähigkeit nicht problemlos «abrufen» kann.

Tipps:

Es kann helfen, Füsse und Hände vor dem Schlafengehen lauwarm abzuspülen oder lauwarm zu duschen. Kaltes Wasser ist weniger ratsam, da sich die Gefässe so verschliessen und die Wärmeabgabe an Füsse und Hände reduziert wird. Der Konsum eisgekühlter Getränke könne gemäss Studien zwar die Körpertemperatur senken, sei aber nicht schlaffördernd. Im Gegenteil.

Frühmorgens Fenster öffnen und tagsüber schliessen. Rollläden und Storen runterlassen. Im späteren Abend wieder aufziehen und Fenster öffnen. Je nach Wohnlage und Ungezieferschutz nachts die Schlafzimmerfenster offenlassen.

Geduld …. die nächste Kaltfront kommt bestimmt …!


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