Derzeit nehme ich an einem Motivationstraining von Dr. Stefan Frädrich (Dr. Stefan Frädrich unter anderem bekannt mit Bestseller «Günter, der innere Schweinehund» und als Gründer der Plattform GEDANKENtanken) teil. Zu Beginn dieses 99 Wochen dauernden Kurses habe ich beispielsweise eine persönliche Grabrede geschrieben und dabei wertvolle Hinweise erhalten, was in meinem Leben wirklich zählt. Bereits im Vorfeld dieses Motivationsprogramms waren Tagesevaluation und Tagesplan Bestandteile meiner Lebensführung, versickerten jedoch im Alltag wieder «im Sand». Mittels Inputs dieses Kurses, versuche ich mein tägliches Tagebuch morgens, mittags und abends zu bearbeiten. Wichtige Ereignisse, Ideen, Wünsche, Optionen und Visionen werden in groben Zügen aufgelistet. In erster Linie versuche ich innert möglichst kurzer Zeit (fünf Minuten) zu notieren, was erledigt, respektive welche wichtige Tätigkeit für einen erfolgreichen Tag noch unerledigt ist und welche für den idealen Tag erforderlich wäre.

Seit langer Zeit beschäftige ich mich regelmässig mit meinen Zielen. Zielsysteme sind und werden in diesem Blog thematisiert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ziele zu erreichen. Wichtig dabei ist die Frage nach dem «Warum?» Den Sinn zu finden kann manchmal problemlos sein aber auch harte Arbeit bedeuten. Beispielsweise gelang es mir mit dem Rauchen aufzuhören, weil ich mich hinsetzte und alle Vorteile aufschrieb, die ein rauchfreies Leben bieten würden. Sich hinsetzen und aufschreiben sind Motivationsteile, die nicht ganz einfach umzusetzen sind. Es stellt sich also die Frage nach dem Warum und weshalb konnten einzelne Ziel erreicht werden?

Das Lust- und Schmerzprinzip

Natürlich habe ich aufgeschrieben, dass ich ein besseres, sportlicheres, schlicht aktiveres Leben führen möchte. Sobald man dann einmal dabei ist, wird man von positiven, sinnigen Gedanken wie getragen, was zum Weitermachen motiviert. Was aber, wenn das Projekt nicht gestartet werden kann oder Blockaden auftreten? Es kann sein, dass die Schmerzgrenze noch nicht erreicht war, resp. sich die Situation nicht als lebensbedrohlich darstellte oder, dass eine schwierige Situation noch nicht als bedrohlich wahrgenommen wurde. So können grundsätzlich alle, die im Leben einmal an einen extrem schmerzlichen Punkt gelangten oder gar traumatische Erlebnisse hatten, ein Stück weit «dankbar» sein. Der persönliche Wille kann dadurch gestärkt werden. Als Raucher hatte ich die persönliche Schmerzgrenze erreicht. Instinktiv war mir bewusst, dass rauchen eine Überbelastung für Körper und Geist darstellten. So konnte ich mir diese Lebensbedrohung glücklicherweise vor Augen führen, was den brennenden Wunsch eines Rauchstopps auslöste.

Nicht nur Dr. Stefan Frädrich erwähnt das Lust- und Schmerzprinzip, viele Motivationsexperten tun dies ebenso. Persönlich bin ich mittlerweile überzeugt, dass in diesem Prinzip viel Wahres liegt. Wer läuft nicht vom Tiger weg, um am Leben zu bleiben? So können physische und psychische Schmerzen den nötigen Input auslösen. Damit ist nicht ein ständiges Gedankenkreisen um Sorge und Krankheit gemeint. Vielmehr gibt es auch die selbsterfüllende Prophezeiung im Sinne von: «man ist, was man denkt!». Deshalb versuchte ich, mich nach einem erfolgreichen Start weiter und intensiv mit der Lust am Ziel zu befassen, um so das Momentum zu nutzen.

Viele wären bei der Flucht vor einem Tiger verloren, andere schaffen es, weil es schwächere Kandidaten gibt. Einige wenig jedoch bekämpfen das Raubtier erfolgreich. Wer also proaktiv an Zielen arbeitet, sich vorbereitet und fit ist, könnte «den Tiger» gar in die Flucht zwingen. Ein Schlüssel zum Handeln und Denken, zur effektiven Zielführung kann regelmässiges Schreiben sein. Dabei geht es nicht um perfekte Texte oder komplizierte Korrespondenzen. Mit stichwortartigem Führen eines «5-Minuten-Tagebuchs» mehrmals täglich könnte man starten.

Mit dem Ziel, besser mehrmals täglich eine Viertelstunde zu schreiben, demonstriere ich mein persönliches Beispiel. Bei jedem Start zum Ziel halte ich in Stichworten oder ausführlich den Schmerz fest. Anschliessend visualisiere ich schriftlich möglichst viel Positives, um das Momentum möglichst bis zum Schluss zu nutzen. Sobald man ins Stocken gerät, lohnt sich ein kurzer Rückblick in die Notizenrubrik «Negatives vermeiden», ein klares Bild der möglichen Bedrohungen wird seine Wirkung nicht verfehlen.

Grund (warum) und Sinn

Negatives vermeiden (Schmerzen):

Bedeutet in meinem Fall vorbereitet zu sein und alles daran zu setzen, Rückfälle (Rauchen, Ernährung, Alkohol etc.) zu vermeiden.

Nicht nur von persönlichem Ziel zu sprechen, sondern aktiv daran zu arbeiten.

Kein gut durchdachtes «Warum» vor Augen zu haben, kann beispielsweise zu Übergewicht oder Abhängigkeit führen.

Keine Interessante Kontakte und Freundschaften finden, also aufgestellte, motivierte und zielorientierte Leute.

Kommunikative Schwierigkeiten können im besten Fall überwunden werden.

Positive Ergebnisse (Lust, Sinn, Freude):

Mein Blog ist Freude und Motivation zugleich.

Die Arbeit an meinem Buch zeigt mir Perspektiven auf.

Tägliche Notizen widerspiegeln, was erledigt ist und was zu tun ist.

Man weiss, wo man steht und was man will = Klarheit, Durchsicht.

Freude am Lesen, Recherchieren, Texte erarbeiten.

Persönliche, positive Weiterentwicklung, Perspektiven = Sinn.

Der Austausch mit anderen Bloggern und Lesern ist persönliche Inspiration.

Schreiben macht Spass und Vorfreude auf Reflexion.

Mögliche Ergänzung durch Meditation, Visualisierung, Gespräche mit Kollegen.

Das Schreiben ist ein «Instrument», um Ziele in Angriff zu nehmen.

Schreiben hilft den Kopf zu befreien und lässt mich ruhig einschlafen.

Je mehr ich schreibe, desto leichter geht es.

Ziele sind also Chancen. Ohne Ziel wäre es mir kaum gelungen, mit dem Rauchen aufzuhören. Vielleicht hätte ich auch nicht angefangen zu schreiben. Ziele geben Kraft und Inspiration. Dafür bin ich dankbar und ich habe weitere Ziele, insbesondere positiv eingestellt weiter zu machen.

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